Die Zahlen der ersten Jahreshälfte waren dabei für das gesamte Unternehmen noch sehr positiv über Vorjahreshalbjahr, mit Beginn des zweiten Halbjahres sind Umsatz und Produktion aber immer stärker zurückgegangen.
Die Stahlindustrie erlitt aufgrund der weltweit sinkenden Nachfrage von Stahlprodukten einen sehr starken Umsatzrückgang, der den Geschäftsbereich Stahl ab Ende des dritten Quartals 2008 in Produktion und Umsatz negativ beeinflusste. Bedingt durch den notwendigen Verkauf eines Teilgeschäftes aufgrund der Übernahme durch die Cookson Gruppe wurde der darum bereinigte Jahresumsatz 2007 aber nochmals überschritten. Der Gießereisektor hingegen erlitt die ersten wesentlichen Umsatzeinbußen mit Beginn des vierten Quartals 2008. Dennoch wurde das Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus gegenüber 2007 abgeschlossen. Somit haben beide Bereiche in den fortgeführten Geschäften in 2008 nochmals eine Steigerung in Umsatz und Produktion verzeichnen können. Die starken Einbrüche zum Jahresende, insbesondere bewirkt durch die weiterhin schwache Autokonjunktur, PKW- und LKW-Bau, haben den Jahresstart 2009 nicht einfach gemacht.
Am Standort Borken wurden 5,4 Mio. EUR (Vorjahr 5,9 Mio. EUR) in Anlagenerweiterungen investiert. Ebenso wurden wiederum mit ca.
700.000 EUR hohe Investitionen im Bereich Arbeits- und Umweltschutz vorgenommen.
Zum Jahresende war auch die Foseco GmbH aufgefordert, auf die rasant einbrechende Wirtschaftslage zu reagieren. Verlängerter Weihnachtsurlaub und Überstundenabbau der gesamten Borkener Belegschaft waren unerlässlich. „Wir sind vorsichtig, aber nicht pessimistisch. Bisher konnten wir aufgrund der Flexibilität der gesamten Belegschaft gut gegensteuern. Leider ließ es sich aber nicht vermeiden, zum Ende des Jahres 2008 und so auch in den ersten Monaten 2009 befristete Arbeitsverhältnisse nicht zu verlängern“, so die Geschäftsführer Rainer Barth und Heinz Nelissen. Zum Jahresende 2008 beschäftigte die Foseco GmbH insgesamt 726 Mitarbeiter- innen und Mitarbeiter am Standort in der Gelsenkirchener Straße.
Seit dem Kauf von Foseco durch die Cookson Gruppe und die Einbindung in die Vesuvius Gruppe im April 2008 fokussierte sich das Management n eben der erfolgreichen Bewältigung des Tagesgeschäfts auf die Zusammen- führung der beiden Unternehmen. Der Integrationsprozess mit noch drei anderen Standorten in Deutschland macht derzeit deutliche Fortschritte. Es ist beabsichtigt, diesen Prozess bis zur Jahresmitte 2009 erfolgreich abzuschließen.
Eine Prognose für 2009 fällt schwer
Die Stimmung in der Abnehmerindustrie der Foseco ist aufgrund der allgemeinen schlechteren Wirtschaftslage eingetrübt, Prognosen über Stahl- oder Gusstonnagen werden nicht gegeben. Die aktuellen bzw. angekündigten Produktionseinschränkungen beim Fahrzeugbau werden auch bei Zulieferern wie der Foseco weiter dämpfend wirken. Das Borkener Unternehmen erwartet für 2009 einen verhaltenen Geschäftsverlauf, der in Umsatz und Produktion hinter das Rekordjahr 2008 zurückfallen wird. Wie weit ist derzeit nicht absehbar und hängt sehr viel stärker als in den Vorjahren von der allgemeinen Konjunkturentwicklung ab. Die Einführung von Kurzarbeit kann bei der derzeitigen und kurzfristig absehbaren Auslastung der Produktion nicht ausgeschlossen werden. „Auch wenn wir für 2009 ein sehr herausforderndes Jahr erwarten, stimmen uns die langfristigen Markttrends, die unser Geschäft treiben, optimistisch. Wir haben auch das Ziel und sind zuversichtlich, dass wir aus der derzeitigen Konjunkturschwäche stärker hervorgehen werden“, so Rainer Barth und Heinz Nelissen.
Foseco GmbH, im Februar 2009
